Tag 11 – 29.10.2016 – Lafayette, LA – Avery Island, LA – LaPlace, LA

Auf meiner Liste für den Tag steht erst einmal Avery Island.

Wir verlassen das Hotel nach einem guten Frühstück im Vip-Raum, fahren auch sogleich ohne Umwege über den Ort Lafayette, über die 90, dann über die 329, nach Avery Island.

Es sind viele Rolls Royce unterwegs am heutigen Samstagmorgen, es ist sicher ein Treffen in der Nähe. Ja genau, nämlich auf Avery Island.

Als wir dort ankommen und durch die Zufahrt wollen, sagt uns der Pförtner, dass wir erst warten müssen, bis alle Rolls Royce durchgefahren sind.

Erst überlegen wir, ob wir unter dem Umstand des Treffens überhaupt auf die Insel fahren sollen, es kommen ca. 50-70 sehr alte, alte und neuere Rolls Royce und Bentleys angetuckert.

Nach ca. 10 Minuten sind die aber dann durch und wir dürfen auch passieren. Die Rolls Royce stehen alle auf dem Parkplatz der Tabascofabrik.

Wir gucken mal, was es damit auf sich hat. Als erstes gehen wir in den Laden, der gerade eben erst geöffnet hat, wir sehen uns um und kaufen natürlich auch ein bisschen Tabasco – mit Rasberrygeschmack, hört sich gut an.

Draußen haben sich mittlerweile alle Oldtimer der Oldtimer versammelt. Mario geht auf’s Klo und ich frage mal am Eingang der Fabriktour nach, ob die Dame dort denn den Tagesplan der großen Gruppe kennt.
Sie kennt ihn, der geht so: Die gehen jetzt in 2-3 kleinen Gruppen durch die Fabrik und dann Mittagessen im Jungle Garden.
Wir können uns gerne anschließen an die Tour, sagt die Dame an der Kasse. Das bespreche ich dann kurz mit Mario, wir entscheiden, dass wir auf diese Massen bei der Tour keine Lust haben und erst mal in den Jungle Garden fahren.

Gesagt getan, wir lassen unser Auto stehen und laufen die ca. 5,2 km durch das Gebiet. Wir sind ganz alleine hier, so gefällt uns das. Im Herbst gibt der Garten sicher nicht so viel her wie im Frühling oder Sommer, aber es gefällt uns gut, bei der schönen Sonne hier herumzulaufen. Sehr gut gefallen uns die großen Bäume und Bambuswälder. An einem See sehen wir auch ganz viele Schildkröten und Alligatoren, leider so weit weg, dass wir sie nicht fotografiert bekommen, aber sie zu sehen, das ist schon toll.

Nach 2:20 Uhr sind wir wieder am Auto zurück und picknicken.
Die Gruppe der Rolls-Royce-Fahrer ist jetzt auch da, sie veranstalten ein großes BBQ auf der Wiese.

Dort stehen die Autos und werden teils von den Besitzern oder Chauffeuren erst mal geputzt.

Da wir doch recht lange für den Hike gebraucht haben, verlassen wir die Insel, ohne noch mal in die Tabascofabrik gegangen zu sein. Das nächste Mal dann.

Ich führe uns mal wieder über kleine Straßen und kleine Orte nach Westen, bis wir dann bei Amelia nach Norden abbiegen, um in Richtung Laplace zu kommen.

Als wir auf der 18, der River Road, ankommen, gibt es viele Hinweisschilder für etliche Plantagen.
Ich hatte mir im Louisiana Welcome Center auch einen Plan geholt, auf dem fast alle Plantagen eingezeichnet sind. Es sind viele.

Eins muss klar sein; alle kann man sich nicht ansehen an zwei Tagen, alleine schon vom Zeitaufwand her. Zudem geht es ganz schön ins Geld. Die meisten Plantagen kosten um die 20 $ pro Person Eintritt.
Einige Plantagen, so wie z. B die Whitney Plantation, kann man nur mit vorherigem Termin ansehen. Wieder andere haben nur bestimmte Öffnungszeiten, dann haben einige sonntags nicht geöffnet.

Bei den meisten Plantagen kann man die Gärten alleine erkunden, aber in die Häuser und in manche Sklavenunterkünfte kommt man nur mit einer Gruppenführung.

Der Eintritt wird immer in vollem Umfang fällig, auch wenn man die Haustour nicht mitmachen möchte.

Jede der Plantagen hat natürlich eine Webseite, auf der man sich zuvor informieren kann, was es kostet, wann die Öffnungszeiten sind und was es zu sehen gibt.

Die Plantagen sehen auf den Fotos der Webseiten alle toll aus. Wie das aber so ist, entsprechen Fotos oft nicht der Realität.

Die meisten Plantagen befinden sich entlang der River Road, mal rechts oder mal links vom Mississippi. Einige Plantagenvillen stehen unmittelbar an der Straße, die Gärten sind nicht allzu groß, und es verfügen auch nicht alle über die berühmten Alleen. Es gibt sogar Plantagen, die als nächsten Nachbarn eine Öl-Raffinerie haben.

Auf der St. Joseph Plantage, die wir uns als erstes ansehen wollten, läuft gerade die letzte Führung, die haben nur bis 3 Uhr geöffnet – es ist schon 15:30 Uhr. Wir gehen aber trotzdem kurz auf das Gelände und machen ein paar Bilder von außen.

Direkt neben der St. Joseph Plantage liegt die Oak Alley Plantage, diese hat einen großen Parkplatz und ein gut sichtbares Kassenhäuschen. Wir erfahren, dass die letzte Führung um 17:00 Uhr stattfindet und wir bis 18:00 Uhr auf dem Gelände sein dürfen, denn es gibt eine Hochzeit heute, der Garten und das Haus wurden dafür gemietet.

Wir überlegen erst, ob wir den Besuch auf den morgigen Sonntag verschieben sollen, aber voll wird es dann auch sein und jetzt sind wir schon mal hier.

Wir zahlen also 39 $ Eintritt für uns beide, normal 44 $, aber wir bekommen mit der AAA-Karte eine Ermäßigung.

  

Es ist noch einiges los hier, zudem wuseln schon viele Leute herum, die für die Hochzeit aufbauen. Vor allem die Hochzeits-Fotografen stehen im Weg rum.

Zuerst versuchen wir also ein Bild von der Allee zu machen, gelingt aber nicht so richtig gut, immer steht einer im Weg, vor allem eben die Fotografen der Hochzeitsgesellschaft haben ihre Stative, Rucksäcke und Blitze rumstehen, obwohl sie noch gar keine Fotos machen, das ist schon etwas ärgerlich.

Sie machen auch keine Anstalten, was aus dem Weg zu räumen, obwohl sie sehen, dass sie uns und auch andere Leute stören.
Die anderen Besucher gehen, wie auch wir, immer mal aus dem Weg, damit jeder sein Bild machen kann, aber die Hochzeitsgäste eben nicht.

Na, dann machen wir erst mal eine Führung mit, unser Guide ist eine nette Frau in historischem Gewand.

Man darf, wenn man das Haus erst mal betreten hat, die Gruppe nicht verlassen, die Frau erzählt ihre Story zu den Zimmern, dann geht es in der Gruppe von ca. 25 Leuten weiter ins nächste Zimmer. Kurz hinter einem werden die Türen geschlossen und 5 Minuten später will die nächste Gruppe rein.

Erst oben im Flur dürfen wir dann fast ohne Aufsicht etwas rumlaufen.
Die Führung ist teilweise interessant, aber meiner Meinung nach wurde diese Familie, die hier gelebt hat, etwas zu sehr verherrlicht, aber hatten sie nicht etliche Sklaven? Diese wurden nur am Rande erwähnt.

Man konnte zwar nach jedem Vortrag Fragen stellen, aber vor einer Gruppe Amerikaner die böse “S-Frage” zu stellen, das wäre wohl, wie in Deutschland die “J-Frage” zu stellen, das lassen wir besser. Wir lesen uns dann eben in die Infos zur dunklen Geschichte der Plantagen selber ein.

Nach der Führung gingen wir noch mal nach draußen, um uns an ein paar Fotos zu versuchen.

Dann sahen wir uns noch die Sklavenunterkünfte an, das aber ohne Führung, man konnte nur ein paar Infotafeln lesen.

Die Oak Alley Plantage ist natürlich ein ganz tolles Haus und auch die Eichenalle ist ganz wunderbar; mit der Geschichte, die sie hat, verliert sie aber doch etwas an Glamour.

Wir blieben, bis es fast dunkel war in der Plantage, die Zeit rennt mal wieder davon an so einem Herbsttag. Noch ein Foto vom Sunset an der River Road, dann mussten wir nur noch eine Brücke nach LaPlace finden, wo wir ein Hotel gebucht hatten.

Im Hotel kamen wir erst an, als es schon dunkel war. Auf dem Weg dorthin entdeckten wir aber einen Walmart und ein Chilli’s, wo wir später noch hinfuhren.

Den Abend verbrachten wir mal wieder ausgiebig im Walmart, um unsere Vorräte aufzufüllen.

Wetter: 64°F bis 86°F (17,5°C bis 30°C) sonnig
Sights: Avery Island, Oak Alley Plantation
Wanderungen: Jungle Gardens 5,2km
Abendessen: Chilli’s, LaPlace
Hotel: Hampton Inn & Suites LaPlace, LA
Bewertung: sehr gut ++++
Bemerkung: sehr gutes Hotel
Hotel: 0$
Eintritte:  Oak Alley Plantage + Jungle Gardens - 39 + 17,32 $
Abendessen: 28,66$
Mittagessen: $
Lebensmittel: 17,06$
Sonstiges: 102,04$
Sprit: $

Gesamt: $

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