Tag 14 - Dienstag - 02.10.2018
Sunrise: 06:56   Sunset: 18:40

Redding, CA - Red Bluff, CA - Reno, NV

Wir werden durch die Müllabfuhr wach, schon um 04:00 Uhr sind die unterwegs. Wie nervig.
So recht einschlafen kann ich nicht mehr.
Heute regnet es draußen. Das merken wir, als wir nach der morgendlichen Routine das Hotel verlassen.

In Red Bluff, CA, wollte ich ein paar Dinge fotografieren, aber es wird nur das Kino, denn gegenüber ist der Bürgersteig vor einer Kneipe überdacht. Es regnet zu stark für mehr.

Nachdem wir Red Bluff hinter uns gelassen haben, wird das Wetter wieder besser und die Wolkendecke lockert auf.

Auf meinem Plan für heute steht die Fahrt nach Reno, auf dem Weg die Wanderung zu den Sierra Buttes bei Sierra City.

Die Fahrt dorthin ist endlos und führt erst bis Chico auf der 99. In Chico gehen wir kurz zum Safeway, dort auf’s Klo und um etwas zum Mittagessen zu kaufen. Unsere Schnitten hängen uns schon etwas zum Hals raus, aber wir finden auch nichts anderes Appetitliches.

Die Fahrt von Chico aus auf dem Highway 49 gefällt uns sehr gut, die Straße windet sich durch ein Tal, immer oberhalb des Flusses entlang. So was haben wir bei uns in Deutschland natürlich auch, trotzdem finden wir es schön. Der Nachteil ist nur, dass man an fast keiner Stelle anhalten kann. So wird es eine foto- und stopparme Fahrt.

Kurz vor Sierra City führt die Straße zu den Sierra Buttes. Dass diese Straße eine Dirtroad ist, war klar, aber dass es eine Gravelroad ist, die man kaum mit einem Straßen-SUV befahren kann, das entpuppt sich nach ca. 4 km auf der Piste.

Da wir zwei lädierte Reifen haben und die Strecke nicht kennen, zudem hier oben wohl ganz alleine sein werden, brechen wir das Vorhaben Sierra Buttes ab. Das hat so keinen Zweck.

Auf den Fotos sieht man nicht so richtig, wie schlimm der Zustand der Straße ist, es gibt auf jeden Fall viel Geröll, dann Steinstufen und große ausgewaschene Stücke. Sogar für den Tahoe mit großer Bodenfreiheit und Mario, den sehr guten Fahrer, ist es eine Herausforderung, die beide nicht annehmen.
Die Berge sehen zwar wunderschön aus und wir hätten auch Lust auf einen Hike in der schönen Landschaft, aber Sicherheit geht vor.

So sehen wir uns etwas im Ort um und fahren dann zum Sardine Lake, wo ich hoffe, ein paar Trails zu finden.

Am See angekommen, stellen wir erst mal unsere Stühle hin, um unsere leckeren Brote zu verspeisen. Nach dem Motto: Macht satt, geht es mit viel Flüssigkeit runter.

Hier am See genießen wir die Ruhe und dösen etwas vor uns hin. So lässt es sich wunderbar aushalten.

Später laufen wir noch zum Upper Sardine Lake hoch. Diese Strecke soll eine Straße sein, zwar nur für 4WD und HC, aber ehrlich, wer das wagt, hierher zu fahren, dem kann nicht geholfen werden, echt krass. Ein ähnliches Schild hat auch am Weg für die Sierra Buttes gestanden, jetzt sind wir noch froher, es aufgegeben zu haben.

Der obere See gefällt uns auch gut, vor allem die Ruhe, wir haben unsere Stühle nicht mit hoch getragen, daher gehen wir nach ein paar Fotos wieder runter.

Das ist eine wirklich wunderschöne Gegend hier, sehr idyllisch, es gibt mit Sicherheit vieles zu entdecken. Aber vier Wochen sind nicht lang und wir müssen bzw. wollen weiter.

Zurück auf dem Hwy 49. Dann treffen wir auf die 70, von dort aus auf die 395, welche nach Reno führt. Wir befinden und jetzt auf der Golden Chain Highway. In ein paar schönen, kleinen Orte stoppen wir für ein paar Bilder. In Reno sind wir für zwei Tage im Hampton Inn.

Unser Hotel liegt an einem künstlichen See in einem kompletten Neubaugebiet an einer Mall im Ortsteil Sparks. Es ist ganz neu. Wir werden freundlich empfangen und bekommen eine King Suite. Das ist toll.

Wir legen unsere Koffer ab und fahren noch nach Downtown Reno, weil wir dort Bilder machen wollen, vor allem vom Reno Arch.

Wir parken an der Straße, kostenlos, das ist ja schon mal gut. Wir denken, unser Auto steht sicher, es sind zwar viele kaputte Typen unterwegs, aber fast genauso viel Polizei. Zudem haben wir alles Wertvolle im Hotel gelassen.

In der Innenstadt dominieren Casinos, Pawn Shops und Money Loan Shops. Ein Teufelskreis.

Erst gehen wir zum Reno Plaza, dort stehen zwei Skulpturen, beide vom Burning Man Festival übrig geblieben. Die Kunst, die dort produziert wird, kommt zum Teil von Künstlern aus Reno und wird nach den Festivals in Städten in Nevada aufgestellt. In Fernley haben wir auch schon eine Skulptur gesehen.

An dem Platz sitzen jede Menge Obdachlose und andere suspekte Gestalten herum, es steht zudem auch ein Polizeiwagen da. Leider ist es noch nicht so dunkel, dass die beiden Skulpturen leuchten. Eventuell später. Das eine ist der Space Whale, das andere ist das BELIVE Sign.

Wir laufen ein bisschen durch die Straßen und sehen uns Downtown an. Die Stadt macht einen merkwürdigen Eindruck. Als wollte sie und könnte nicht, es fehlt komplett der Glamour, den Las Vegas an manchen Stellen ausstrahlt.

Jetzt fotografieren wir erst mal den Reno Arch, es ist schon so dunkel, dass die Lichter angegangen sind. Schaut klasse aus.

Dann gehen wir die Virginia Street bis zum Circus Circus hoch und fotografieren alles, was leuchtet. Immer wieder fahren Polizisten auf Rädern an uns vorbei wir fühlen uns daher schon sicher.

Plötzlich kommt diese Gruppe von Polizisten, ca. 5 Mann, mit einem Affenzahn zurück, gleichzeitig kommt von unten ein Polizeiauto mit Blaulicht angerast.
Huch, was ist denn jetzt los?

Wir gehen ein Stück weiter – Blut auf der Straße, oh Gott, schrecklich.
100 Meter weiter wurde ein Typ abgestochen, oder man hat es zumindest versucht.
Er sitzt auf dem Bürgersteig, alles ist voller Blut, wir müssen da allerdings jetzt vorbei. Wir fragen die Polizei, ob wir vorbeikönnen, ja, dürfen wir, über das Blut müssen wir große Schritte machen. Der Typ, der verletzt wurde, sah nicht aus wie ein Tourist, auch eher wie ein Abhänger oder Obdachloser.
Wir wundern uns, wie das passieren konnte, und was man ihm wohl klauen wollte, obwohl hier so viel Polizei rumfährt, echt krass. Zum Glück waren sie ja schnell zur Stelle, aber der Täter war wohl doch über alle Berge.

Puh, das war nicht weit weg von uns. Wir haben jetzt irgendwie genug von Downtown und gehen auch nicht noch mal zum Plaza für Bilder vom beleuchteten Belive Sign und dem Wal. Wir steigen ins Auto, fahren noch schnell zum Mels Diner, das leider hinter einem Gerüst steht, und machen uns auf den Rückweg zum Hotel. Inzwischen ist die Virginia Street gesperrt.

In der Gegend des Hotels suchen wir uns noch etwas zu essen, wir fahren zum ersten Mal zum Olive Garden, nein, nicht zum ersten Mal. Wir waren schon ab und zu mal in dem Vorraum, sind dann aber rückwärts wieder raus, da beim Olive Garden nur Jazz gespielt wird. Und Jazz ist die einzige Musik, die wir hassen. Wirklich hassen, wir bekommen beide sofort Kopfweh, wenn wir Jazz hören.

Heute spielt diese Musik, nein, dieser Krach, nur draußen, drinnen ist es leise, wir fragen zur Sicherheit nach, ob die Musik noch angeht, nein, wird sie nicht.

Daher essen wir drinnen und sind, als das Essen kommt, extrem begeistert. Wie lecker ist das denn hier. Der Salat ist schon mal super knackig und das Dressing vorzüglich.

Die Nudelgerichte, die es auch glutenfrei gibt, sind auch super lecker und es ist natürlich viel zu viel.
Eins ist sicher, wir kommen wieder zu Olive Garden; das wir das all die Jahre verpasst haben. Das Gute ist, dass man ja auch Take Out machen kann, sollte wieder die Musik irgendwo an sein.

Gut satt und zufrieden mit dem ganzen Tag fahren wir zurück ins Hotel.
Dort genießen wir noch das schöne Zimmer und gehen recht spät ins Bett.

Hotel: Hampton Inn & Suites - Reno/Sparks, NV
Bewertung: sehr gut ++++
Bemerkung: super Hotel sehr neu - wir hatten eine King Suite.
Wetter: am Morgen Regen - Nachmitags sonnig 75°F (23°C)
Sights: Red Bluff, Sardine Lake
Wanderungen: Sardine Lake - Mini Weg
Abendessen: Olive Garden, Sparks, CA - Nudlen + Salat

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