Tag 17 - Freitag - 05.10.2018
Sunrise: 06:48   Sunset: 18:29

Austin, NV – Eureka, NV - Ely, NV

Trotz der leichten Erkältung habe ich wieder ganz gut geschlafen, das Bett war echt bequem.
Nach einer kurzen Dusche und ebenso kurzem Frühstück räumen wir das Motel.

Wir fahren noch schnell zum Stokes Castle, es befindet sich kurz vorm Ort.
Das Castle ist nichts Besonderes, (vor allem wenn man europäische Schlösser oder Ruinen kennt), daher warten wir auch nicht auf besseres Licht, denn noch liegt die Ruine halb im Schatten der Berge.

Cozy Mountain Lodge

Es ist ein sehr kalter Morgen. Zum Glück sind aber sämtliche dunkle Wolken von gestern verschwunden. Der Himmel ist wieder mal wolkenlos blau. Ein paar Wölkchen hätte man uns jedoch lassen können, macht sich besser auf Fotos.

Ein paar Eindrücke gibt es noch aus Austin, dann verlassen wir den Ort auf dem Highway 50 weiter nach Osten.

Schnurgerade und der Blick auf die Berge liegt er da, der Highway 50, was für ein toller Anblick!

An der Hickison Petroglyph Recreation Area legen wir eine Pause ein und laufen dort einen Minirundweg.

Zurück auf dem Lincoln Highway, taucht nach einigen Meilen Einöde Eureka, NV, auf. Ein schöner kleiner Ort, den wir uns näher ansehen. Wir schlendern die Main Street auf und ab sehen uns alles an.

Oberhalb des Ortes befindet sich die Ruby Hill Mine. Dort düsen wir hin und erkunden die alten Häuser, die hier zurückgelassen worden sind.
Man kann auf dem Gelände zum großen Teil rumstöbern, andere Teile sind für die Öffentlichkeit gesperrt. Wir halten uns an alle Verbotsschilder und klettern nicht über Zäune.
Die alten Häuser, die frei zugänglich sind, reichen uns. Wunderbar ist das hier.

Ruby Hill ist eine alte Mine und zugleich Geisterstadt. Der Ort liegt etwa 4,2 km westlich der Stadt Eureka.

Im Jahr 1865 zeigte ein Indianer Owen Farell, M. G. Cough und Alonzo Monroe ein Stück Stein, das er in der Gegend gefunden hatte.
Die Männer erkannten, dass es sich möglicherweise um einen interessanten Fund handeln könnte. Für zehn Dollar überredeten sie den Indianer, ihnen zu zeigen, wo er den Stein gefunden hatte.
Der Indianer führte die beiden Männer an einen Ort, der etwa zweieinhalb Meilen westlich der Gemeinde Eureka lag. Man fand dort dann später das Silbererz. Mehr Infos mit Klick auf das Bild.

Ruby Hill, NV

Weiter geht es, nach ca. 1 Stunde Ghosttown-Besichtigung, auf den Highway.

Als wir wieder auf dem Highway sind halten wir noch kurz an, um ein altes Gebäude an der Ostseite von Eureka zu fotografieren an. Plötzlich kommt ein Polizeiwagen angerast. Ups, was habe wir jetzt falsch gemacht? Wir warten brav, bis er hinter uns ist. Er parkt neben uns lässt sein Fenster runter.
Ok, mache ich das auch mal. „Good Afternoon, Officer“. Er grüßt zurück und fragt freundlich, ob wir aus Florida sind, oder ob es ein Rental ist. (Unser Nummernschild ist aus Florida)
Wir: „It’s a rental“. Dann sagt, er hätte ihn auch gewundert, weil man hier wenige Leute aus Florida trifft, er ist aus Florida und hätte sich gefreut Leute aus der Heimat zu treffen. Da mussten wir ihn leider enttäuschen. Er wünschte uns noch eine schöne Reise und verabschiedete sich. Das war ja mal wieder nett.

Um zur Belmont Mill zu kommen, nehmen wir mal wieder ein Stück Dirtroad unter die Räder. Es wird sehr holprig. An der verlassenen Mine angekommen, erkunden wir das Gelände, viel ist es nicht, aber schon cool hier. Das Beste ist immer, dass wir ganz alleine sind.

Die Belmont-Mühle wurde 1925 von der Tonopah Belmont Development Mining Company errichtet, um Erz zu verarbeiten. Das Erz wurde mit einer Oberleitungsbahn aus dem Bergwerk, das sich dreieinhalb Meilen entfernt befand, zur Mine gebracht. Die Bahn Schienen sind immer noch sichtbar, aber die Wagons sind weg. Nach einem Bericht von 1926 gab es einen großen Prozentsatz an Schlamm im Erz. Mehr Infos mit einem Klick aufs das Foto.

Wir bleiben auf den Dirtroads, um noch eine weitere Ghosttown zu finden, und zwar Hamilton. Nach einer ewig weiten Fahrt über unwegsame Straßen finden wir eine Ansammlung von Ruinen, das muss wohl Hamilton sein. Hier legen wir eine Mittagspause ein. Viele tolle Motive gibt es leider nicht.

Zurück wählen wir einen anderen Weg, aber wieder über Schotter, und kommen somit nach einer halbstündigen Fahrt durch ein schöne Landschaft wieder zurück auf den Highway 50.

Diesem folgen wir, bis wir nach Ruth abbiegen. In Ruth gab es mal eine Mine, eine Kupfermine, die seit 1999 nicht mehr in Betrieb ist. Übrig geblieben ist eine Ansammlung von Trailern und Schrott, wie in so vielen Orten hier in Nevada. Deprimierend zum Teil.
Der Ort war Stephen King eine Inspiration zum Buch/Film Desperation, das kann ich sehr gut nachvollziehen. Gedreht wurde der Film dann in Arizona.

Nach ein paar weiteren Meilen erreichen wir Ely, NV, wo wir auch die Nacht verbringen werden.
Wir parken erst mal in Downtown und spazieren einmal die Hauptstraße hoch und runter.

Zuerst suchen wir unser Hotel an der falschen Highway, finden aber ein paar schöne Motive.

Dann bringen wir unsere Koffer ins La Quinta Inn. Mit uns am Check Inn ist eine Familie mit zwei Teenies, das erste, was sie fragen, noch bevor die Eltern mit dem Check-In fertig sind, wie das Passwort für das W-Lan ist. Der Blick geht nicht weg vom Smartphone. Schlimm.

Wir machen uns, nachdem wir das Zimmer begutachtet haben, noch mal auf den Weg zum Railroad Museum. In Ely startet ein historischer Zug. Dieser ist gerade unterwegs. Wie sehen uns auf dem Gelände ein wenig um. Der Tag neigt sich allerdings schon dem Ende zu, die guten Motive liegen bereits im Schatten.

Wir folgen daher dem Restaurant-Tipp der Hotelangestellten und gehen ins Racks Bar & Grill.
Auf dem Weg zurück nach Downtown hören wir den Zug nahen. Schnell irgendwo an den Tracks parken, zum Glück haben wir ihn noch erwischt. Einige Bilder sind unscharf, weil wir schnell sein mussten.

Im Restaurant ist es proppenvoll. Wir bekommen noch einen kleinen Tisch und müssen lange auf unser Essen warten. Das Essen war ok, aber nichts Besonderes.

Dass wir so lange warten mussten, ist nicht so schlecht, so ist es schon richtig dunkel, als wir wieder draußen sind, so dass die Neonschilder in allen Farben leuchten.

Nachdem wir davon ein paar Bilder gemacht haben, fahren wir zurück ins Hotel.

Am Abend gucken ein wenig TV und ich nehme ein heißes Bad. Es läuft der Film Napoleon Dynamite, gefällt uns gut, dennoch schlafen wir dabei ein.

Wieder geht ein ereignisreicher und wundervoller Tag zu Ende.

Hotel: La Quinta Inn & Suites - Ely, NV
Bewertung: sehr gut ++++
Bemerkung: ein modernes La Quinta Inn - fanden wir super.
Wetter: 39°F (3°C) bis 57°F (13°C) den ganzen Tag Sonnig
Sights: Eureka, Ruby Hill, Hamilton, Ruth, Ely
Wanderungen: -
Abendessen: Racks Bar & Grill (Chicken + Salat)

   weiterführende Links