Tag 20 - Montag - 08.10.2018
Sunrise: 06:38   Sunset: 18:11

Baker, NV – Cathedral Gorge State Park – Panaca, NV

Noch bevor die Sonne aufgeht stehen wir auf und packen alles wieder zusammen, denn heute geht es weiter auf der originalen Tour. Ziel ist der Cathedral Gorge State Park, in dem wir den ganzen Tag verbringen werden.

Daher fahren wir die Strecke, die wir vor zwei Tagen von Ely gekommen sind, zum Teil zurück. In Enterprise erkundigen wir uns an einer Tankstelle nach dem Zustand der Straße zum Pine Park. Interesse dort hinzufahren hätten wir schon, die Bilder von anderen schauen super aus.

Ich frage als erstes die Frau an der Kasse. Sie kennt die Ecke nicht und verweist mich daher auf eine Gruppe Cowboys. Einer davon ist der Bürgermeister der Stadt.
Die fachsimpeln eine Weile untereinander herum, es gibt wohl einige Weg hin, dann sind sie sich aber einig und erklären mir den Weg.
Die kernigen Typen raten uns aber sehr stark davon ab, dorthin zu fahren, vor allem ohne 4WD, da die Straßen ausgewaschen und sehr muddy sind. Es hat auch hier drei Tage am Stück geregnet.
Wir folgen dem Rat und lassen das Highlight wieder links liegen.

An der Staatsgrenze zu Nevada hüpfen wir noch mal raus und machen noch ein Bild, immerhin ohne Regen.

Kurz nach 10 Uhr sind wir im Cathedral Gorge State Park angekommen. Wir sind weit und breit die einzigen Besucher. Das ist toll.

Wir parken am Trailhead für den Millers Point und Juniper Draw Trail und laufen los.

Erst mal zum Millers Point. Es ist ein höher gelegener Aussichtspunkt.
Zu dieser Stelle kann man auch direkt mit dem Auto fahren, wir erklimmen einige Stufen.

Oben treffen wir Typen mit einem frechen Köter. Diese Köter, die gleich kläffend auf jeden zugerannt kommen! Und der Besitzer sagt: „She is friendly“ und macht keine Anstalten, das aggressive Vieh festzuhalten.
„But she seems not friendly to me“. Ich mag es einfach nicht, wenn Hunde einfach so auf mich zukommen, leider ist das Verständnis der Hundehalter dafür selten vorhanden.

Wir halten uns eine Weile oben auf, genießen den tollen Blick und gehen dann zurück bis zur Stelle, wo der Weg auf den Juniper Draw Loop Trail trifft.
Das ist ein Rundweg, der ca. 3 Meilen lang ist. Die ganze Zeit führt der Weg durch den trockenen bzw. heute ein bisschen matschigen Wash, entlang der schönen Felsen des State Parks.
Wir sind super begeistert von der Natur hier, das gefällt uns ausgesprochen gut. Der Himmel ist heute wieder fast wolkenlos blau, das macht sich gut im Kontrast zu den gelben Felsen. Es werden unzählige Bilder. Die dürft ihr euch jetzt ansehen.

Am Ende des Trails dachten wir erst, wir müssen umkehren angesichts dieses Hindernisses, aber man konnte außen rumlaufen.

Nach 2 Stunden und 7,1 km sind wir zurück am Auto. Dort packen wir unsere Stühle aus und machen, wie so oft auf dieser Reise, nach dem Mittagssnack eine Siesta in der Sonne.

Wir werden nach ca. 40 Minuten wieder wach, als andere Leute am Parkplatz ankommen. Die fahren auf einen der Parkplätze, lassen dort ihren Dodge Ram 10 Minuten laufen und hauen dann wieder ab.
Wusstet ihr schon? Motor aus, das geht nicht bei einem Dodge Ram, der muss immer laufen, sonst geht er kaputt, ob nun währendes des Tankens oder des Einkaufs beim Walmart oder auch im Naturpark.

Jetzt erkunden wir die Caves, das sind kleine Slots, die sich durch Auswaschungen in dem weichen Stein gebildet haben. Einige Caves sind richtig eng und lang, andere kürzer. Es macht uns großen Spaß durchzulaufen und alle Caves ausgiebig zu erkunden.
Die Wände sehen teilweise aus wie mit einem großen Werkzeug bearbeitet.

Nun haben wir im Prinzip vom Park alles gesehen, mir fällt ein, dass wir noch mal nach Pioche fahren können, dem Ort, in dem es vor zwei Tagen so heftig geregnet hat.
So machen wir es dann auch. Pioche ist eine Minenstadt. Mittlerweile sind ein paar mehr weiße Wolken am Himmel, das freut uns, denn das kann zur Folge haben, dass es einen tollen Sunset-Himmel gibt.

Wir fahren noch mal durch den Ort. Das schaut doch schon anders aus als bei heftigem Regen. Das Städtchen gefällt uns.

Zurück in Panaca, checken wir erst mal in unsere Cabin ein. Carol, die alte Dame, die das Pine Tree Inn B&B führt, ist auch gerade anwesend, das passt.
Die Cabin ist super, richtig groß mit zwei Betten und sehr sauber. Ganz gemütlich, zum Wohlfühlen.

Der Tag ist aber noch lang, daher düsen wir noch mal in den Park, wo wir noch ein paar Caves erkunden, die wir zuvor übersehen hatten. Mittlerweile sind noch ein paar andere Besucher im Park, aber nur eine Handvoll.
Wir stellen noch mal die Stühle am Parkplatz auf und warten dort auf den Sonnenuntergang.

In der Zeit kommt ein Minivan mit acht Asiaten an. Wir wundern uns eh, wie die in den Wagen reinpassen, aber sie sind alle schlank und klein.
Sie reden alle durcheinander und einigen sich wohl dann, ein Stück zu laufen. Wir verstehen natürlich nichts, aber man „kriegt“, was sie sagen.

Nachdem sie ein Stück gelaufen sind, reden sie wieder ganz aufgeregt vor sich hin und zeigen auf uns. Dann laufen alle schnell zum Auto zurück und holen ihre Rucksäcke raus.
Echt witzig, einem von denen ist wohl die Idee gekommen, dass wir dort sitzen, weil wir in deren Auto einbrechen wollen.

Sie gehen also mit ihren Rucksäcken wieder ein Stück und reden dann wieder aufgeregt vor sich hin, das Resultat ist, dass eine der Damen am Parkplatz oder zumindest in der Nähe zurückbleibt, ganz unauffällig, um auf das Auto aufzupassen.

Man weiß ja nie, wir sehen schon sehr gefährlich aus. Sie macht in der Zeit, in der die anderen wandern dort Thai Chi, ganz klar, man fährt in den Park, um dort Thai Chi zu machen. Wir haben unseren Spaß mit der Situation.

Mario merkt jetzt, dass bei ihm wohl auch eine Erkältung im Anmarsch ist, sein Hals kratzt. Doof natürlich, aber ich mache ihm Hoffnung, dass es nicht so schlimm wird, weil es bei mir ja auch nur drei Tage ätzend war. Ich bin auf dem Weg der Besserung.

Auch wenn ihn sein Hals etwas plagt, bleiben wir zum Sunset im Park. Der Himmel bekommt eine tolle Farbe, wie erhofft. Leider mehr aus der Seite, wo keine Felsen sind, aber trotzdem toll.

Dann haben wir unsere Bilder im Kasten und es geht es zur Cabin. Da es in Panaca nichts gibt außer einer Tankstelle, essen wir Nudeln im Zimmer. Mario würde gerne ein heißes Bad nehmen, davor stellen wir fest, das einzige, was in der Cabin nicht sauber ist, ist die Wanne, wohl den Putzeimer darin ausgeschüttet und nicht nachgeputzt.
Da wir keine Lust haben zu putzen, verzichtet Mario auf sein Bad und wir kuscheln uns ins Bett.

Hotel: Pine Tree Inn Bed & Breakfast - Panaca, NV
Bewertung: sehr gut ++++
Bemerkung: schöne gemütliche Cabin.
Wetter: Sonnig mit wenigen Wolken - am Morgen 46°F (7°C) Nachmittags 67°F (19°C)
Sights: Cathedral Gorge State Park, Pioche
Wanderungen: Juniper Draw Loop Trail / Millers Point
Abendessen: Nudelsuppe im Zimmer

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