Tag 7 - Dienstag - 25.9.0218
Sunrise: 07:48   Sunset: 18:33

Wendover, UT - Elko, NV

Heute Nacht war mir extrem kalt. Da die Betten so wacklig waren, haben wir getrennt geschlafen, das war keine gute Idee. Die Decken im Super 8 sind nicht zu vergleichen mit denen im Hampton Inn. Daher bin ich froh, dass die Nacht vorbei ist. Ich habe zwar eine Decke im Koffer, aber diese mitten in der Nacht rauszuholen konnte ich mich nicht aufraffen.

Wir stehen früh auf, machen uns reisefertig und frühstücken im Zimmer unser Müsli. Mir passiert ein Missgeschick und das teure glutenfreie Müsli landet zu ¾ auf dem ekligen Teppich

Es ist noch dunkel, als wir das Hotel verlassen, das ist auch gut so, denn ich will noch mal Wendover Will vor die Linse bekommen, das Foto vom Abend war nicht so gut geworden.
In der morgendlichen blauen Stunde schaut es jetzt wunderbar aus.

Es ist wieder ein klarer Tag, keine einzige Wolke verdunkelt den Himmel.

Der Reifen ist auch noch prall gefüllt, also hat das Reparieren schon mal was gebracht. Sehr gut, dann können wir jetzt Wendover verlassen und in Ruhe weiterfahren.

Wir haben keine sehr lange Fahrt vor uns, dennoch möchten wir zu einer Ghosttown, bei der ich mir sicher bin, dass die Fahrt nur über eine Schotterstraße möglich ist.

Aber erst fahren wir ein Stück auf der Interstate 80 nach Westen. So viel Interstate wie dieses Jahr sind wir noch auf keiner Reise gefahren, ich würde sogar sagen, auf allen Reisen zusammen nicht. Aber in dieser Ecke ist die Interstate oft die einzige Verbindung zwischen den Orten. Parallel führen nur kurze Abschnitte. Die Autobahnen sind aber nicht sehr voll, daher ist das kein Stress oder unterschieden von dem Fahren auf einem normalen Highway.

Schon bald erreichen wir Wells, NV. Wells ist ein kleiner alter Ort mit ein paar ollen Motels mit schönen Schildern, lichten wir natürlich alles ab.

Es ist immer noch arschkalt heute früh, die dicke Jacke kommt wieder zum Einsatz.
Im Laufe der Fahrt wird es zusehends wärmer, jetzt hat die Sonne gewonnen und es wird schnell 65°F , so zeigt das Thermometer, als wir in Metropolis aussteigen.

Von der einst großen Stadt ist heute nicht mehr sehr viel über, das, was man noch sehen kann, sind die Überreste der Schule und des Hotels.

Während des frühen zwanzigsten Jahrhunderts versuchten viele Siedler, in der Great Basin Region, besonders im westlichen Utah und auch im nordöstlichen Nevada ihre Farmen anzulegen. Die Stadt Metropolis zu schaffen war das Projekt des Geschäftsmannes Harry L. Pierce aus Massachusetts, es gab einige Investoren aus Massachusetts und Salt Lake City. Während der zweiten Dekade des zwanzigsten Jahrhunderts beabsichtigte die Pierce Pacific Reclamation Company, Metropolis zum Zentrum eines riesigen landwirtschaftlichen Bezirkes zu machen.
Mehr zu Metropolis mit dem Klick auf das Bild.

Viel ist für uns nicht zu sehen, das beste Motiv ist der Eingang der Schule, der noch steht. Wir versuchen noch, zum Friedhof zu kommen, aber die Straßen sind klein, zu sehr zugewachsen. Ein altes Auto verrostet hier in der Wüste.

Auf den Infotafeln erfahren wir die Geschichte der Stadt, schon krass. Aber so was in der Art kommt ja auch heute noch vor.

   Unterwegs zur Interstate

Wir fahren wieder zurück auf die Interstate in Richtung Elko. Da der Tag noch nicht sehr fortgeschritten ist, fahren wir einfach etwas durch die Gegend. Wir versuchen, einen Zugang zu den Bergen zu bekommen, wo wir etwas wandern können. Leider fahren wir die „falsche Straße“ im Lamoille Canyon und finden nicht so recht Hiking Trails.
Wir finden einen Weg, den wir einfach mal so lange entlanglaufen, wie es geht, der Weg führt dann an einem kleinen Bach entlang, aber die Büsche sind sehr dicht gewachsen. Hier geht nicht oft einer lang, das sind mehr Kuhpfade als Wanderwege.

Immerhin sind wir eine gute Stunde zu Fuß unterwegs, auch wenn es landschaftlich nichts Besonderes war, haben wir uns etwas an der frischen Luft bewegt.

Daher fahren wir weiter in Richtung Elko, um uns die Stadt anzusehen. Vorher checken wir schon mal ins Hotelzimmer ein. Gebucht haben wir das Ledgestone Inn. Wir bekommen ein großes Zimmer, mit Kochnische.

Elko ist eine ganz schöne Stadt, etwas runtergekommen, aber dennoch schöner als Wendover. Es gibt einiges an Casinos. Fotos von den Leuchtschildern der Casinos sind natürlich besser im Dunklen, aber das erledigen wir am nächsten Abend, denn wir haben zwei Nächte in Elko gebucht.

Wir lassen uns in der kleinen Innenstadt treiben, sehen uns alles an und machen viele Bilder.

Da wir jetzt noch etwas Zeit haben, wollen wir diese nutzen, um Wäsche zu waschen. Im Hotel ist das Waschen kostenlos bzw. im Preis mit drin.

Vorher holen wir uns noch eine Pizza bei Dominos. Während der Wartezeit sehen wir uns nebenan bei Boot Barn um und sind erstaunt, wie billig hier die Jeans sind, zumindest für Männer. Und es sind noch stabile Jeans, kein Stretch. Leider haben wir keinen Platz mehr im Koffer. Aber für das nächste Mal wissen wir das.
Die haben auch tolle Boots, aber auch dafür ist kein Platz und zudem tragen wir solche Schuhe echt zu selten.

Nach 10 Minuten ist die Pizza fertig, wir essen diese im Zimmer und waschen dann unsere Wäsche.

Heute Abend sind wir erstaunlich fit und bleiben sogar bis nach 22 Uhr wach.

Hotel: Ledgestone Inn - Elko, NV
Bewertung: gut +++
Bemerkung: Große Zimmer - gutes Hotel - viele Minen und -Bauarbeiter als Stammkunden-
Wetter: kühle 39°F (3,8°C) am Morgen - Nachmittag 70°F (21°C) sonnig
Sights: Wells, Metropolis Ghosttown
Wanderungen: Kleiner Weg
Abendessen: Dominos Pizza, Elko (glutenfreie Pizza)

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