Der Tag vor der Reise, 18.09.2018

Heute ist der 18.9. und morgen geht es los. Leider mussten wir schon gleich am 3. Tag der Reise einige Änderungen vornehmen, da es in Utah an einigen Orten brennt.

Die Koffer sind nun gepackt und wir wären startklar, aber wir müssen noch diesen Tag und vor allem diese Nacht herumbekommen.

Um 08.00 Uhr versuchte ich, uns einzuchecken, aber ich konnte es nicht auf der Condor- Webseite und beim Anruf bei der Hotline erfuhr ich, dass ich eine Lufthansa- Buchungsnummer benötigte, um uns für den LH-Flug nach Frankfurt einzuchecken.

Damit probiert, ging es, aber nur für mich, Mario konnte nicht eingecheckt werden. Zum Glück hatte ich Plätze reserviert. Ok. Mario wird wohl SSSS auf der Bordkarte bekommen.

Wie immer vor einer USA-Reise bin ich aufgeregt und bekomme kein Auge zu. Ich bereitete mir dann auf dem Sofa ein Schlaflager und guckte die ganze Nacht Serien, bei denen ich dann immer wieder wegnickte, aber auch immer wieder hellwache Phasen hatte. So ging dann die Zeit bis 03.30 Uhr rum.

Tag 1 - Mittwoch - 19.09.2018
Sunrise: 06:27   Sunset: 18:40

Flug von Stuttgart über Frankfurt nach Las Vegas

04.00 Uhr: Wir sind geduscht und alles ist gepackt. Wer ist nicht da: das Taxi. Nachdem ich bei der letzten Reise so gute Erfahrungen gemacht hatte mit dem Fahrdienst Hofmann, hatte ich den wieder gebucht. Das letzte Mal stand dieser nämlich schon 5 Minuten vor der Zeit vor der Türe.

Heute Morgen war aber keine Spur vom Taxi zu sehen, wir warteten und warteten, die Unruhe stieg, denn wir wollten unseren Flieger nach Frankfurt schon gerne bekommen.
Sicher habe ich gut geplant und 15 Minuten sind noch nicht tragisch, aber 30 Minuten sollten es dann doch nicht werden. Mario rief beim Fahrdienst an und es wurde uns versichert, dass der Fahrer unterwegs sei.

17 Minuten nach der vereinbarten Zeit stand dieser dann auch vor der Tür. Sichtlich müde und verschlafen. Aber Zeit gehabt eine zu rauchen, wahrscheinlich im Auto, hatte er noch, denn das Taxi stank unerträglich nach Rauch. Mir wird schlecht, wenn ich das rieche so früh am Morgen. Allerdings war der Rauchgeruch fast angenehmer als der Geruch, den der Fahrer selber ausströmte, wir nennen es den Salton-Sea-Geruch: seit Tagen ungewaschen, Körper wie auch Kleidung.

Der Name Salton-Sea-Geruch ist entstanden, nachdem wir am Salivation Mountain und Salton Sea mit ein paar Hippies gesprochen haben, die alle diesen einmaligen Geruch um sich hatten.

Ein „Guten Morgen“ bekam der Fahrer auch kaum über die Lippen und beim Gewicht unserer Koffer ächzte er.

Nachdem wir dann im stinkenden Auto saßen, fragte uns er auch noch nach dem Weg zum Airport. Bitte was, er ist doch der Taxifahrer, das sagte Mario ihm dann auch, da wurde er patzig.
Ich muss dazu sagen, dass wir uns wirklich nicht gut auskennen, denn wir wohnen erst seit einem ¾ Jahr hier und bei der Fahrt zum Airport ist es immer dunkel und wir fahren immer mit dem Taxi.

Er schaltete dann sein Navi ein und brachte uns zum Airport. Die ganze Zeit mussten wir mit geöffnetem Fenster fahren, denn sonst war der Geruch unerträglich.

Um kurz vor 5 Uhr waren wir dann dort. 06:25 Uhr ging der Flieger.
Fix zum LH-Schalter, wo wir erfuhren, dass auch ich nicht eingecheckt war, obwohl ich einen Ausdruck hatte, auf dem stand: eingecheckt.
Es gab eh Probleme, uns überhaupt zu finden, das dauerte ewig. Nach einer schier endlosen Zeit, in der die Nervosität stieg, bekamen wir endlich unsere Bordkarten für beide Flüge, wie erwartet stand auf Marios Karte für den FRA-LAS-Flug SSSS.

In Stuttgart ging die Security schnell und wir waren pünktlich am Gate. Der Flug war voll, aber pünktlich, und vergeht so schnell, dass es sich kaum lohnt, es sich bequem zu machen.

In FRA hatten wir noch ein wenig Zeit, aber wir gingen direkt zum Gate. Der Weg ist doch recht weit, ein paar Treppen rauf, lange Gänge entlang, aber nach ca. 10 Minuten ist man dann auch schon dort. Der Frankfurter Flughafen ist extrem unübersichtlich

An unserem Gate war noch keiner und auch keine erneute Security war ersichtlich. Da wir noch keine Lust zu sitzen hatten, gingen wir noch mal raus, um in den Läden rumzugucken und eventuell noch etwas zu trinken. Wir kauften uns sehr wertvolles Wasser.

Dann schlenderten wir die Gänge auf und ab, bis uns die Zeit gut erschien, um zurück zum Gate zu laufen. Inzwischen gab es eine Barriere mit einer Second Security, ich durfte nach dem Check meiner Bordkarte und dem Pass gleich durchlaufen. Mario wurde aufgefordert zu warten. Ach ja, unser Flugzeug hatte 1 Stunde Verspätung, erfuhren wir am Gate.

Am Airport

Dieses SSSS ist ja extrem sinnvoll, denn 1. hätten wir schon Dinge am Gate lagern können, wo wir ja schon waren ohne den SSSS-Check und 2. hätte Mario, wäre er ein Terrorist, mir alles an gefährlichem Zeugs geben können.

Naja, denken wir da nicht weiter drüber nach, haben die Verantwortlichen ja schließlich auch nicht gemacht.

Nun hatten wir wegen der Verspätung noch Zeit, wir suchten uns einen Platz und freuten uns schon, mit all den netten Leuten und vor allem ca. 10 schreienden, lärmenden Kindern die nächsten 11 Stunden zu verbringen. Yeah!

In der Zwischenzeit wurden noch Business Class- und Premium Class-Plätze angeboten, aber wir wollten der Condor, wo man eh schon alles extra bezahlen muss, nicht noch mehr Geld in den Rachen schmeißen. Vor allem bedeutet es meist, wenn Economy-Leute upgraden, dass man dann mehr Platz hat.

So war es dann auch, als alle gebordet hatten, stellt sich raus, dass viele Plätze frei waren.
Wir saßen in einer 2er-Reihe, neben uns ein Mann in einer 3er-Reihe. Ganz nett fragten wir, ob wir tauschen können, und er war dazu bereit. Das war nett.

Wir saßen umrundet von vier Kindern, aber wir hofften, dass diese leise wären.
Das war allerdings nicht der Fall. Drei von den Kids waren ca. 3-4 Jahr alt und von der Sorte – wir kennen kein Nein, und wenn wir es doch mal hören sollten, bekommen wir einen Wutanfall nach dem anderen.
Das andere war ein Baby, ca. 5 Monate, welches ununterbrochen Schreie von sich gegeben hat. Keine Heulschreie, sondern einfach nur Schreie, mal hoch kreischend, mal knurrend, mal röhrend.

Die 3er-Reihe war daher ganz angenehm, da ich ja nicht sehr groß bin, konnte ich mich zum Teil hinlegen, aber an Schlaf war bei dem Getöse wirklich nicht zu denken.

Wenn die Kinder nicht geschrien haben, sind die durch den Gang gelaufen und spielten Fangen oder kletterten an den Sitzen der anderen Reisenden hoch. Die Flugbegleiterinnen mussten auch ab und zu was sagen, da es die meiste Zeit wacklig war, und die Anschnallzeichen leuchteten, aber die Eltern sahen gar nicht ein, ihre Kinder anzuschnallen, geschweige denn auf dem Platz zu halten.

Natürlich schreien Kinder mal, auch ist es während eines Fluges schwer, den Kindern zu erklären, dass sie mal stillsitzen müssen, aber bei 10 Stunden ohne Ruhe, da habe ich kein Verständnis mehr. Leider darf man nichts mehr sagen, sonst wird man gefilmt oder gar selber des Flugzeugs verwiesen.
Ich habe mir erlaubt, einem der Kinder zu sagen, es sollte bitte nicht an meinem Sitz hochklettern, da kam die Mutter gleich an und wollte mich zurechtweisen. „You are rude“, sagt sie zu mir. Ich musste lachen. Lady, rude willst du mich nicht erleben, ich war sehr freundlich zu deinem Balg, dachte ich mir natürlich nur. Ich erwiderte einfach nichts. Dann fragt sie mich noch, ob ich wüsste, wie es wäre, mit kleinen Kindern zu reisen. Ich habe selber zwei Kinder, aber ich habe es ihnen nie angetan, länger als 2-3 Stunden im Flugzeug sitzen zu müssen.

Natürlich kenne ich die Situation der Leute mit den Kindern nicht, aber ich denke mal, dass diese Reisen alle freiwillig stattfinden und keiner das seinem Kind antun muss.
Aber ich diskutiere jetzt nicht mit dieser Mutter im Flugzeug rum, also sage ich nur weiterhin nichts, dann gibt sie es auf und geht.

Jetzt wird sich sicher der ein oder andere Leser unter euch auch denken, sie muss ja auch nicht fliegen, ja, ihr habt Recht. Aber ich diskutiere das auch mit euch nicht aus, grundsätzlich erwarte ich einfach mehr Rücksichtnahme.

Es war wirklich nervig und schwer erträglich, aber irgendwann waren wir dann auch da.

Der Service von Condor war sonst ganz ok, es gab genug Wasser und das Personal war sehr nett. Filme gibt es nur zwei zur Auswahl, wenn man mehr will, muss man bezahlen.

Beim Essen bekommt jeder dasselbe, wenn man mehr Auswahl will, muss man auch da zahlen.
Ich glaube, es waren Nudeln. Ich hatte mein eigenes Essen dabei, denn glutenfrei hätte 14,50 € gekostet, das zahle ich nicht für ein Flugzeugessen.

Endlich war es dann so weit, Landeanflug auf Las Vegas, wie geil. Wir hatten, da wir in der Mitte saßen, keinen guten Blick, aber das Gefühl, wieder hier zu sein, ist trotzdem super.

Die Einreise ging dank des Automaten schnell, keine 15 Minuten hat es gedauert, dann waren wir schon beim Gepäckband. Unsere Koffer waren auch wohlbehalten da, nur noch durch den Zoll und ab in den Shuttlebus zu Alamo.

Dort kamen wir auch sofort dran, an den Automaten war die Schlange länger. Der Mitarbeiter versuchte uns kurz, Roadside Assistents zu verkaufen, aber wir lehnten dankend ab.

In der Fullzsize Choiceline gab es einen Chevy Tahoe in Weiß und einen Ford Expedition und dunkel. Der Ford stand so weit weg, konnten wir gar nicht richtig sehen.
Den Tahoe wollten wir schon immer mal haben, also wurde es der auch, war eine schnelle Entscheidung.

Ausgestattet war der Wagen mit Navi, Sitzheizung, Rückfahrkamera etc. Unser Gepäck passte natürlich gut hinein, zudem war noch Platz für die große Kühlbox und die Plastikbox, die wir uns gleich beim Walmart kaufen würden.

Zuerst mal brachten wir unsere Koffer ins Hotel. Wir haben ganz bewusst kein Hotel am Las Vegas Strip gebucht, sondern das Holiday Inn Express in der Nähe des Airports.
Dort wurden wir freundlich empfangen und bekamen ein schönes Zimmer. Auf dem Zimmer zogen wir uns erst mal Shorts an, denn in Las Vegas waren 91°F.

Der Mitarbeiter teilte uns mit, dass es einen Shuttle zum Strip gibt, da überlegen wir später, ob wir noch kurz hinfahren.

Erst mal standen der 99 cent only Store, Dollar Tree und Walmart auf dem Plan.

Inzwischen war es auch schon fast 16:00 Uhr, und so ein Einkauf, der dauert auch seine Zeit.

Nachdem wir in allen drei Läden das bekommen hatten, was wir für die erste Zeit benötigen, war es zwei Stunden später.

Jetzt hatten wir Hunger, wir fuhren zu California Pizza Kitchen in der Town Square Mall und aßen eine leckere glutenfreie Pizza, draußen natürlich. Alle anderen saßen drinnen, dabei war es so ein schöner lauer Abend.

Nachdem wir satt waren, kam auch die Müdigkeit angekrochen, und die Lust, auf den Strip zu fahren, schwand extrem. So fuhren wir zum Hotel zurück, packten dort unsere Koffer um und fielen alsbald ins Bett und schliefen umgehend ein.

   Interessante Fakten und Links

Flug: Condor DE 2062
Kosten pro Person: 842,11 (inkl Sitzplätze)
Sitznummer: Der Flug war sehr anstrengend, da wir viele Kinder an Bord hatten, der Service der Condor Mitarbeiter war aber sehr gut.
Bemerkung: Flug an Sich ok, Mitreisende waren nervig.
Bewertung: 
Wetter: bis zu 95°F (35°C) und sonnig in Las Vegas
Sights: keine
Wanderungen: keine
Abendessen: California Pizza Kitchen, Las Vegas - (glutenfreie Pizza)
Hotel: Holiday Inn Express & Suites Las Vegas South
Bewertung: sehr gut ++++
Bemerkung: sehr gutes Hotel nah am Strip und Airport
Strecke: Vom Airport zum Hotel - Vom Hotel zum Einkaufen und zurück zum Hotel
Kilometer: ca. 20
Beschreibung: keine Staus, alles super
Bewertung: Stadtfahrt ohne Besonderheiten