Tag 23 - Donnerstag - 11.10.2018
Sunrise: 06:53   Sunset: 18:25

Tonopah, CA – Bridgeport, CA

Heute wird ein langer Tag mit vielen Highlights. Wir hatten den Wecker wieder auf 05:30 Uhr gestellt und kommen, da wir wieder im Zimmer frühstücken, früh los.

Schon um 07:30 Uhr sind wir in Coaldale, NV, angekommen. Der Himmel ist heute Morgen bombastisch.

In der Nähe von Coaldale wurde 1894 von William Groszenger Kohle entdeckt.

Bis 1911 war die Mine Darms und die Bergwerke Nevada Coal and Fuel Co. in Betrieb und verkaufte 150 Tonnen an die Columbus Marsh Borax-Werke.

In den frühen 1900er Jahren wurde das Interesse an der Kohle erneut geweckt, als Dr. Frances Williams aus Goldfield, Nevada, die Förderung persönlich wieder aufnahm. Zu dieser Zeit behielt Groszenger die Mehrheit an der Mine bei.

Mehr Infos mit einem Klick.

Heute stehen nur noch diese Ruinen. Wir steigen aus und sehen uns alles näher an. Das ist hier schon etwas gruselig. Vorsichtig nähern wir uns den alten Motelzimmern, man weiß ja nie, ob nicht doch jemand drin lebt. Es bleibt aber alles ruhig.

Es geht im Übrigen heute wieder nach Westen, die Schlange, die wir fahren, windet sich jetzt wieder.

Schon bald, nach einer langen Fahrt geradeaus, vorbei an noch ein paar verlassenen Motels und über den Berg, haben wir die Grenze zu Kalifornien erreicht.

In Benton, CA, merkt man dann auch an den Spritpreisen, dass wir in Kalifornien sind. Rund 1 $ mehr kostet hier die Gallone. Allerdings erwarten uns in Deutschland nach der Rückkehr 1,62 pro Liter, von daher sind selbst 4,55 pro Gallone noch billiger.

Wir tanken nicht, denn das haben wir wohl-wissentlich noch in Tonopah erledigt.

Hinter Benton, jetzt auf dem Highway 120, ändert sich die Landschaft. Rechts und links der Straße schaut es aus wie in den Alabama Hills.

Schon bald wird die Straße zur Rollercoaster-Piste, es geht rauf und runter und rauf und runter. Es wird uns sogar etwas schummerig.

Nachdem wir das hinter uns haben, ändert sich die Landschaft erneut, es wird waldig.
Wir können bei Mono Mills den ersten Blick auf den Mono Lake erhaschen.

Auf dem Weg runter zum See ändert sich die Landschaft wieder, es wird wieder karg.
Wir nähern uns der Mono Lake South Tufa Area, dort parken wir und machen uns zu Fuß auf den Weg.
Wenn man über den Nationalparkpass verfügt, muss man die 3$ pro Person an Eintritt nicht bezahlen.

Die Temperaturen sind nicht sehr schmeichelhaft heute, zudem ist der schöne blaue Himmel, mit dem uns Kalifornien zuerst begrüßt hat, verschwunden.
Die Wolken sind zwar toll, geben aber ein merkwürdiges diffuses Fotolicht.

Auf dem Parkplatz bekommen wir eine Unterhaltung mit zwischen einem europäischen Wohnmobilfahrer, offensichtlich dem Vater zweier Jungs, und der Rangerin.

Sie ermahnt ihn, weil die Kinder wohl was Schlimmes gemacht haben und er sie hätte nicht alleine lassen dürfen. Was genau, verstehen wir nicht.
Sie droht ihm damit, dass er nicht mehr in die USA einreisen darf.

Wir sind natürlich neugierig, was denn passiert ist und fragen die Rangerin, als sie einige Minuten später bei uns vorbeikommt und wir ins Gespräch kommen, was denn die Kinder bzw. der Vater getan haben.

Sie teilt uns mit, dass die Kinder auf den Tufas rumgeklettert sind, das ist natürlich verboten. Das steht auch überall groß in mehreren Sprachen und auch in Bildersprache am Eingang und auch an jedem Trail.

Der See liegt in Mono County im zentral-östlichen Teil von Kalifornien in der Nähe des Ortes Lee Vining.
Der Natronhaltige See befindet sich in einem abflusslosen Ebene am Westrand des Great Basin östlich der Sierra Nevada. Das Wasser er ist sowohl alkalisch als auch salzhaltig.

Klickt auf das Bild für mehr Infos zum See.

Das hat die Kinder bzw. Jugendlichen aber nicht davon abgehalten, es trotzdem zu tun. Sie sind dabei von ihr erwischt worden. Jetzt bringt sie es zur Anzeige und es kann eine Strafe drohen, die für Ausländer zur Folge haben kann, dass die Einreise in Zukunft verweigert wird. Richtig so, finden wir.

Die Rangerin erzählt noch ein bisschen aus dem Nähkästchen, was Leute noch so tun, wir erzählen auch, was wir alles erlebt haben. Dann stellen wir gemeinsam fest, dass es immer schlimmer wird. Aber bringt ja nichts.
Sie meinte, dass ihr der Job trotzdem Spaß bringt, und wir sind froh, dass wir keinen Job haben, in dem wir es mit vielen dummen, rücksichtslosen Leuten zu tun haben.

Jetzt aber genug davon, genießen wir die Tufas, solange es sie noch gibt.
Es ist wirklich wunderschön hier. Schon seit unserer ersten Südwest-Rundreise, die 2009 stattfand, wollten wir den Mono Lake sehen, aber es hat damals nicht geklappt, weil winterbedingt die 120 gesperrt war. Kaum 9 Jahre später sind wir auch schon hier.

Wow, guckt euch diese Fliegen an, zum Glück haben sie es nicht auf Menschen abgesehen, das wäre sonst echt eklig.

Am See folgen wir dem angelegten Trail, der im Prinzip an den schönsten Tufas entlangführt. Am Schluss kommt man am anderen Ende des Parkplatzes wieder aus.
Wir haben für diese kurze Strecke mit vielen Fotos ca. 40 Minuten benötigt.

Noch ist es früh am Tag, aber durch die Wolken, die immer dichter werden, wirkt es viel später.

Nach einem kurzen Mittagssnack noch am Parkplatz fahren wir weiter nach Bodie, dazu fahren wir kurz durch Lee Vining, dann den Berg hoch, dem Highway 395 folgend.
Bei Dog Town biegen wir nach rechts ab auf den Highway 270, der sich schon bald den Berg hochschlängelt. Zum ersten Mal seit Tagen haben wir es wieder mit richtig viel Verkehr zu tun. Man merkt, dass diese Strecke hier beliebt ist bei Touristen aus aller Welt.
Trotz des schlechten Zustands der 270, die nach wenigen Kilometern zur Dirtroad wird, ist die Hölle los. Vom Womo bis zum Mustang, alle wollen nach Bodie. Manche wollen, nur können es nicht. Einige fahren nur mit Schrittgeschwindigkeit. Nerv.

Nun ist das Wetter nicht sehr gut heute, ich will nicht wissen, wie es an einem Tag ausschaut, an dem die Sonne scheint. Zum Glück ist erst Donnerstag und nicht Samstag.

Nach ca. 30 Minuten Fahrt haben wir Bodie erreicht. Der Parkplatz ist sehr gut gefüllt.
Wir ziehen uns sehr warm an, denn in Bodie ist es noch kälter als unten am Mono Lake, es fisselt ein ganz kleines bisschen.

Bodie ist eine Geisterstadt in Kalifornien Sie liegt östlich der Sierra Nevada.
Die Stadt wurde 1859 als Goldgräbersiedlung gegründet und wurde in erst den 1930er Jahren aufgegeben.
Bodie gilt als besterhaltene Geisterstadt der USA, aufgrund der geringen Luftfeuchtigkeit sind viele Gebäude, Gerätschaften und Autos noch wie vor 100 Jahren.

Wollt ihr mehr über Bodie wissen, dann klickt auf das Bild.

Ich bin mal gespannt, wie das hier wird, ich bin schon etwas genervt, nicht, weil es so voll ist, das war klar, sondern weil wieder nur Idioten unterwegs sind.
Zwei Damen gehen mit ihren Zigaretten los. Nein, es stehen keine Schilder rum, dass man nicht rauchen darf. Wieso auch bei alten Holzgebäuden, das wäre ja sinnlos.
Ich dachte immer, das Zeichen für „Rauchen verboten“ wäre weltweit gleich, sollte ich mich irren.

Ich bin ja echt ungerne Hilfssheriff, aber das geht hier mal gar nicht, nicht, dass es Bodie bald nicht mehr gibt, weil ein paar dumme Weiber es nicht lassen konnten zu rauchen.

Ich sage es ihnen, sie verstehen kein Englisch, aber mein Zeichen für Rauchen und no, no verstehen sie dann.
Wiederwillig machen sie ihre Zigaretten aus. Eine Frau bekommt das mit und regt sich auch über diese Tussen auf.

Nun ja – runterkommen und trotzdem genießen, hier zu sein.

Wir versuchen, dem Strom an Leuten zu entkommen, indem wir mal entgegensetzt des Plans laufen.

Das klappt auch ganz gut, bis uns ein paar Franzosen folgen, nein, nicht folgen, sondern versuchen, immer vor uns am nächsten Haus zu sein, und sich dann dämlich davor zu stellen. Und ewig zu verweilen.
Ganz ruhig. Meine Geduld wird ernsthaft auf die Probe gestellt.

Aber nun ja, wir haben Zeit, das Wetter macht uns nichts aus, warten wir eben.
Tief durchatmen. Allmählich geht unsere Genervtheit in Freude über, hier zu sein. Wäre ja schade drum. Zum Glück kann ich dann doch ganz gut umswitchen.

Glücklicherweise gibt es auch immer wieder nette Leute, die fragen, ob sie im Weg stehen, wenn ich Bilder machen will. Grundsätzlich steht keiner im Weg, jeder hat das Recht hier zu sein, aber die Leute, die es extra machen, die stören den ganzen Ablauf.

Sonst geht jeder vor, guckt durch das Fenster, macht dann ein Bild oder auch zwei, dann kommt der nächste dran. Es könnte alles so einfach sein…

Am nettesten sind definitiv die älteren Leute, mit denen man auch immer mal wieder ein Schwätzchen hält.

Toll finden wir, was sich hinter den Fenstern verbirgt, dazu fallen uns tolle Geschichten aus Goldgräberzeiten ein. Wer hat hier wohl gelebt?
Die ganze Familie musste hier zum Klo weit weg vom Haus.

Umso länger wir hier sind, desto besser wird das Wetter, am Ende kommt sogar die Sonne noch mal raus.

Ich glaube, wir haben jedes Haus in Bodie fotografiert. Mein Akku muss getauscht werden.

Jetzt suchen wir nur noch DAS BODIE-MOTIV. Das alte Auto vor dem Haus. Gefunden. Aber was ist das denn, da steht doch dieses Monstergefährt im Bild.

Aber echt, wie kann man denn so doof sein und diesen Karren da so mitten in DAS Motiv stellen?

Das ist ja mal super. Wir suchen den Ranger, dem die Karre gehören muss, aber kein Ranger zu sehen.

Ich muss tricksen, dass ich das blöde Auto nicht mit aufs Bild bekomme, zu ungunsten des schönes Winkels natürlich. Den Rest muss dann die EBV erledigen.

Das war es dann mit Bodie, wir waren von 13:20 bis 15:10 Uhr hier unterwegs. Sehr schön war es. Wir hätten nicht gedacht, dass es so weitläufig ist.

Erst überlegen wir, ob wir noch eine Runde drehen wollen, aber dann entscheiden wir uns dagegen. Inzwischen ist es nämlich noch voller geworden.

Auf geht es, die schöne Schotterpiste wieder runter. Unten entlang der 270 grasen Schafe.

In Bridgeport sind wir um 16:00 Uhr.
Wir haben im Bridgeport Inn für zwei Nächte ein Zimmer gebucht. Einchecken sollte um diese Zeit möglich sein. Wir würden uns gerne ein bisschen aufwärmen.

Wir gehen rein ins Hotel. Man betritt das Hotel durch die Bar.
Hinter der Theke ist ein Mädel, am Check-In vom Motel ist keiner.

Wir fragen das Mädel, ob sie zuständig ist. Sie sagt nein, macht aber kein Anstalten, jemanden zu holen.
Erst als wir sie bitten, ob sie jemanden holen kann, tut sie das mürrisch. Wo sind wir denn hier gelandet?
Wenn man aber jetzt glaubt, das Mädel wäre unfreundlich, dann warte mal auf die Dame, die jetzt kommt.

Eine ca. 50-jährige blonde Frau kommt nach ca. 10 Minuten Wartezeit zum Check-In. Sie setzt sich hin, macht erst mal was anderes am Platz, bis sie dann aufschaut zu uns und fragt Checking In?
Nein, wie stehen hier nur so rum, natürlich Checking In, denke ich mir.
Wir gehen auf sie zu, grüßen freundlich. „Hi, how are you“. Sie nur: „Hi, i have you in room 37. Please sign here.“ Damit legt sie uns ein Schriftstück vor, auf dem unsere Daten stehen.

Ich versuche noch ein bisschen Smalltalk über das Wetter etc. So recht taut sie nicht auf, Worte muss man ihr aus der Nase ziehen.

Wir bekommen keinen Schlüssel, sondern einen Code für die Tür. Mario fragt, ob diese denn regelmäßig getauscht werden? Sie sagt: Sure, daily.

Jetzt passt auf, der Code ist: 3711. Zimmer 37, und der 11.10. Das ist super sicher.

Nun gut, wir gehen jetzt zum Zimmer rüber. Wir sind etwas geschockt, ehrlich gesagt. Dass es ein einfaches Motel ist, gut, das wussten wir, aber gleich so einfach?

Es ist ein Zimmer mit connecting door und die beiden Betten stehen nicht nebeneinander, sondern das eine steht komisch im Raum herum, ich habe leider kein Bild, weil wir wegen der connecting door rückwärts wieder raus sind.
Nebenan hörten wir schon den Typen husten.
Das Zimmer wollen wir nicht.

Also zurück zur Lobby. Natürlich ist die nette Dame wieder verschwunden, das Thekenmädel ignoriert uns aufs Neue. Wir bitten sie dann, noch mal Bescheid zu sagen, dass wir ein Anliegen haben.
Da kommt sie wieder, die Dame, sichtlich genervt, weil wir das Zimmer wechseln wollen.
Sie hat nur noch ein Zimmer frei, die 35, keine Zwischentür, nebenan die Wäscherei. Passt.
Sie sagt: „I move another guest“. Soll sie machen.
Jetzt kommt es, der Code des Zimmers ist ….. na, was glaubt ihr? Na, da kommt ihr nie drauf.
Genau: 3511.

Wir denken jetzt mal, dass die Gäste, die das Schema kennen, jetzt nicht auf die Idee kommen, die anderen Zimmer auszuräumen.

Ja, wir wollten uns ja aufwärmen, obwohl uns nach den Gesprächen mit den Damen schon recht warm ums Herz geworden ist.

Jetzt wollen wir gerne ins Zimmer, wir packen also unsere Koffer aus dem Auto und beim Aufschließen der Türe fällt uns auf, dass diese gar nicht schließt. Das ist nicht gut. Das Zimmermädchen ist gerade da, sie weiß auch keinen Rat.
Jetzt muss einer von uns zur Rezeption zurück. Mario erbarmt sich.

Zurück kommt er mit Carlos, dem Handyman. Mario sagte, die Frau sei schon sehr genervt gewesen.
Carlos tauscht die Batterie aus und dann geht die Türe wieder richtig zu.

Wir packen unsere Koffer ins Zimmer und stellen fest, dass die Heizung nicht geht.
Shit. Nicht schon wieder zur Rezeption.
Aber nun ja, für 120$ die Nacht können wir ein warmes Zimmer erwarten. Mario geht also noch mal, kommt wieder zurück mit Carlos.

Die Heizung klemmt. Carlos, der im Übrigen echt nett ist, will ein Öl auf die Heizung sprühen, davon kann Mario ihn noch abhalten.

Carlos meint, dass die Heizung eigentlich nie an ist, weil das Hotel nur im Sommer geöffnet hat. Also mit anderen Worten, sie ist eingerostet. Er hat neben dem Öl auch Werkzeug mitgebracht und bekommt die Heizung nach einigem Rütteln und Hämmern zum Laufen.
So glaubt er zumindest. Jetzt meldet sich der Rauchmelder. Die Heizung heizt zwar, der Ventilator drinnen geht aber nicht, so dass es zu heiß wird.
Nach ein paar weiteren Versuchen geht dann alles.

Wir heizen das Zimmer etwas ein, aber die Heizung stinkt ganz fürchterlich, so dass ich heftig husten muss. Das ist sicher das alte Öl, das warm geworden ist, da reagiere ich schon mal allergisch.

Als wir das Bad nutzen, stellen wir fest, dass der Wasserhahn von der Badewanne nicht aufhört zu tropfen. Aber deswegen gehen wir nicht noch mal zur Rezeption. Wir legen ein Handtuch in die Wanne, dass man das Tropfen nicht so hört.

Da wir das Zimmer nicht sehr gemütlich finden, gehen wir mal eine Runde durch den Ort, der Ort ist wirklich schön, vor allem das alte Courthouse gefällt uns sehr gut.
Es sind noch einige andere Motels in Bridgeport vorhanden, keins schaut wirklich einladend aus, und die meisten haben auch keine Zimmer frei.

Aber eventuell sind die Zimmer ja besser als das, was wir haben. Schlechter geht ja kaum.
Mal sehen, ob wir später noch mal online gucken, ob wir für die zweite Nacht was anderes finden.

Noch ist es nicht spät genug fürs Essen oder Zimmer, also setzen wir uns noch mal ins Auto und fahren zu den Twin Lakes.

Wir sehen auf dem kurzen Stück eine sehr große Gruppe von Rehen und sogar einen Kojoten. Das ist ja toll. Die Natur ist wirklich extrem schön, daher können die hier auch für Schund sehr viel Geld verlangen. Die Touristen kommen eh immer wieder.
Richtig idyllisch ist das hier, so viele Rehe sind hier, das ist unglaublich.

Am See ist ein großer Campingplatz.
Leider kann man nicht um den See herumfahren, daher drehen wir nach ein paar Bildern wieder um. Auf dem Rückweg sehen wir noch dieses schöne Tier.

Jetzt haben wir Hunger und gehen daher ins Rhino’s Bar & Grill mitten im Ort.

Vorher hatten wir noch fix das Auto vorm Zimmer und die Heizung noch mal angestellt, denn sonst hält man es in den Zimmern nicht aus. Wir hoffen, der eklige Geruch verzieht sich mit der Zeit. Zumal hier auch keine dicken Decken sind, sondern nur diese wirklich sehr alten, harten Wolldecken mit einem Betttuch.

Recht schnell sind wir mit dem Essen fertig. In der Hoffnung, dass das Zimmer jetzt warm ist und sich der Geruch verzogen hat, gehen wir ins Motel zurück.

Leider riecht es heftig nach altem Metall und verbrannt, aber es ist einigermaßen warm.

Trotzdem gehen wir noch mal zurück zur Rezeption und fragen, ob wir das Zimmer für die zweite Nacht canceln können.

Nein, das geht nicht, teilt uns die immer noch sehr genervte Dame mit. Sie haben eine 3- Tage cancellation policy und da gibt es keine Ausnahme. Sie meinte, das hätten wir ja beim Buchen schon gewusst.
Wir haben auch keine Lust, mit ihr darüber zu diskutieren.

Da wir nicht zwei Mal horrende Summen für schlechte Zimmer zahlen wollen, bleiben wir. Wir hoffen einfach, dass das Wetter morgen besser ist und wir auch wieder den ganzen Tag draußen verbringen können.

Im Zimmer legen wir beide Decken der beiden Betten zusammen auf eines und oben drauf noch eine Decke, die ich für solche Fälle mitgebracht habe und hoffen, dass wir so aneinander gekuschelt nicht frieren werden.
Mario ist auch immer noch nicht wieder ganz gesund und ich habe gerade eine Erkältung hinter mir und möchte auch nicht in der Nacht frieren.

Wir machen es uns so gemütlich es geht, sehen noch ein bisschen fern und schlafen noch vor 21:00 Uhr ein.

Trotz der zum Teil unschönen Erlebnisse mit ein paar Zeitgenossen hatten wir einen ereignisreichen und wunderbaren Tag, an dem wir endlich mal Ziele gesehen haben, die schon lange auf unserer Bucketlist standen.

Hotel: Bridgeport Inn - Bridgeport, CA
Bewertung: schlecht -
Bemerkung: schlechtes, sehr einafches Motel
Wetter: Wolkig mit wenig Sonne bis 53°F (11°C)
Sights: Coaldale, Mono Lake, Bodie
Wanderungen: Kleiner Weg South Tufa - Rundweg in Bodie
Abendessen: Rhinos Bar & Grille, Bridgeport - (Baked Potato + Chicken Burger)

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